Netzwerk Asyl Wiesloch: „Hervorragendes Engagement für Flüchtlinge“

„Hervorragendes Engagement für Flüchtlinge“

Landtagskandidat Jürgen Abt zu Besuch beim Netzwerk Asyl Wiesloch

„Das Wieslocher Netzwerk Asyl und seine zahlreichen Unterstützer zeigen hervorragendes Engagement für die hier untergebrachten Flüchtlinge“, stellte FDP-Landtagskandidat Jürgen Abt fest. In der Flüchtlingsunterkunft Wiesloch an der Walldorfer Straße informierten Abt und Stadtrat Bernd Lang sich über dessen Wirken und die Situation der Ankömmlinge. Sie wurden begleitet von den FDP-Vorstandsmitgliedern Robert Blum, der selbst im Netzwerk Asyl aktiv ist, und Dr. Matthias Spanier. Die Netzwerk-Vertreterinnen Annegret Sonnenberg und Monika Gessat hoben dabei die „super Zusammenarbeit“ mit der Stadtverwaltung Wiesloch, mit der für die Möblierung sorgenden Beschäftigungsinitiative BIWU, und auch mit der Kreisverwaltung hervor.

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v.l.: FDP-Vorstandsmitglieder Robert Blum und Dr. Matthias Spanier, Landtagskandidat Jürgen Abt, Stadtrat Bernd Lang

„Fremdenfeindlichkeit muss man seitens der Politik klar entgegentreten“, betonte Landtagskandidat Jürgen Abt. Wichtig dabei sei es, kulturelle Missverständnisse auf beiden Seiten aufzuklären und auszuräumen. Annegret Sonnenberg schlug vor, durch ein Patenkonzept den Asylsuchenden unsere Kultur näherzubringen. Dafür seien auch weitere Unterstützer nötig, die langfristig bereit seien, die Neuankömmlinge in unsere Kultur einzuführen.

Sehr sinnvoll und wünschenswert, so sagten Sonnenberg und Gessat, wäre ein freies WLAN für die Bewohner der Unterkunft. Dies sei wichtig, damit die Flüchtlinge per Handy oder Smartphone mit Angehörigen in ihren Herkunftsländern kommunizieren können. FDP-Stadtrat Lang sagte zu, dass die Freien Demokraten diesem Anliegen nachgehen werden. Bei dieser Gelegenheit klärte das Netzwerk auch das gelegentliche Missverständnis von Einheimischen auf, dass die Neuankömmlinge mit ihren Smartphones einen „Luxusartikel“ besäßen. In deren Herkunftsstaaten seien diese mobilen Geräte weitverbreitet und oft das einzige Mittel, um im Land miteinander in Kontakt zu treten. Was manche nicht sähen, sei, dass das Handy die einzige Verbindung zur Heimat darstellt, und die Flüchtlinge zumeist keine wirklichen Luxusartikel wie eigenes Fernsehen oder Radio zur Verfügung haben.

Für den Koordinationskreis des Netzwerks Asyl freute Annegret Sonnenberg sich über die große Mitwirkung der Bevölkerung, wie die stolze Zahl von derzeit 150 ehrenamtlichen Mitarbeitern und die hohe Bereitschaft zu Sachspenden zeigten. Monika Gessat berichtete aus dem „Arbeitskreis Freizeit, Sport, Kultur“ ebenso von einer hohen Zahl dort engagierter Bürger. Nur bei der Betreuung eines Sportangebots für in der Kreissporthalle untergebrachte Flüchtlinge würden an Vormittagen noch weitere ehrenamtliche Helfer benötigt. Besonders wiesen die Netzwerk-Vertreterinnen darauf hin, dass auch die Flüchtlinge selbst sich engagieren wollen. Ein gutes Beispiel dafür sei ein Asylbewerber aus dem Kosovo, der sehr gut Deutsch spreche und ohne Bezahlung für andere Flüchtlinge dolmetsche.

Viel Zeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter und Unterstützer des Netzwerks Asyl gehe leider für ein Studieren der zahlreichen Gesetze und Vorschriften aus einer großen Zahl unterschiedlicher Informationsquellen verloren. Hier regten Sonnenberg und Gessat an, die einschlägigen Paragraphen in einem zentralen Internetportal zusammenzufassen und mit für ehrenamtliche Helfer verständlichen Erläuterungen zu versehen, um den Einarbeitungsaufwand deutlich zu verringern. FDP-Landtagskandidat Jürgen Abt nahm diese Anregung gerne mit und sagte zu, sich dafür einzusetzen. Er und Stadtrat Bernd Lang dankten den Vertreterinnen des Netzwerks Asyl herzlich für dieses Gespräch.

Für Fragen und Anregungen steht Jürgen Abt gerne zur Verfügung unter der E-Mail-Adresse juergen.abt (at) fdp-wiesloch.de.

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